Fasziendistorsionsmodell (FDM)
Faszienbehandlung nach dem Fasziendistorsionsmodell (FDM)
Faszien sind bindegewebige Strukturen, die Muskeln, Organe und Gelenke im gesamten Körper miteinander verbinden. Sie tragen wesentlich zur Beweglichkeit, Stabilität und Kraftübertragung bei.
Im Rahmen meiner therapeutischen Arbeit nutze ich unter anderem Techniken aus dem Fasziendistorsionsmodell (FDM). Dieses manuelle Behandlungskonzept geht davon aus, dass bestimmte Beschwerden mit Veränderungen innerhalb der Faszienstrukturen zusammenhängen können.
Ein besonderer Schwerpunkt des FDM liegt auf der Beobachtung der Körpersprache. Viele Menschen beschreiben ihre Beschwerden intuitiv durch typische Gesten oder Bewegungen. Diese Hinweise können helfen, die betroffenen Strukturen besser einzuordnen.
Die Behandlung erfolgt überwiegend manuell durch gezielten Druck, Zug oder spezielle Grifftechniken auf die entsprechenden Gewebebereiche. Ziel der Behandlung ist es, die Beweglichkeit des Gewebes zu unterstützen und funktionelle Einschränkungen zu beeinflussen.
FDM-Techniken können u. a. eingesetzt werden bei:
- funktionellen Beschwerden des Bewegungsapparates
- Bewegungseinschränkungen
- muskulären Verspannungen
- Überlastungsbeschwerden im Sport
- Beschwerden nach Verletzungen
- Behandlung von Narbengewebe
Die Faszienbehandlung kann als eigenständige Therapie oder als Bestandteil einer Behandlung in meiner Praxis eingesetzt werden.
Welche Methode sinnvoll ist, entscheidet sich individuell im Rahmen der Behandlung.
Faszienbehandlung mit Vakuumtechnik
Neben manuellen Techniken können in der Faszienbehandlung auch Vakuum-Aufsätze oder Schröpfmethoden eingesetzt werden.
Dabei wird mit speziellen Silikonaufsätzen ein sanfter Unterdruck auf der Haut erzeugt. Dieser kann dazu beitragen, das Gewebe in Bewegung zu bringen und unterschiedliche Faszienschichten anzusprechen.
Die Anwendung erfolgt je nach Befund:
- punktuell
- entlang von Muskel- und Faszienverläufen
- oder in gleitenden Bewegungen über das Gewebe.
Die Vakuumtechnik kann in eine laufende Behandlung integriert oder bei Bedarf ergänzend eingesetzt werden.
Sie dient der mechanischen Stimulation des Gewebes und kann die manuelle Behandlung sinnvoll unterstützen.